Nasivin®: Bei Schnupfen erste Wahl
Das bewährte Schnupfenspray Nasivin® mit dem Wirkstoff Oxymetazolin wurde vom Bundesverband Deutscher Apotheker (BVDA) mit dem Preis „Goldener Aesculap“ ausgezeichnet und damit zum Arzneimittel des Jahres 2009 gekürt. Die Entscheidung oblag einer unabhängigen Jury unter Vorsitz des BVDAPräsidenten Otto Späth. Die Auszeichnung würdigt u. a. das neu entdeckte Wirkspektrum des seit 1961 zugelassenen Medikaments.
Zusätzlich zu den bisher bekannten abschwellenden Eigenschaften wirkt der Inhaltsstoff Oxymetazolin auch gegen Viren und hemmt die Entzündung in der Nasenschleimhaut. Damit bekämpft Nasivin® nicht nur die Symptome des Schnupfens, sondern gleichzeitig auch seine Ursache: die Infektion mit Rhinoviren. Nachweislich wird durch Nasivin® die Dauer des Schnupfens um ein Drittel verkürzt. Und nicht nur Erwachsene profitieren von dieser Wirkung. Auch sehr junge Patienten können mit Nasivin® – in altersgerechter Dosierung – erfolgreich behandelt werden. Als einziges Schnupfenmittel hat Nasivin® die Zulassung gegen den akuten Schnupfen.

v.l.n.r.: Professor Dr. rer. nat. Marcus Plehn, Otto Späth, PD. Dr. med. Ortwin Adams,
Professor Dr. med. Stefan Zielen
Es lohnt sich, längst verstanden geglaubte Wirkstoffe respektive Wirkmechanismen mit modernen Methoden erneut unter die wissenschaftliche Lupe zu nehmen, erläuterte PD Dr. Ortwin Adams vom Institut für Virologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Aktuelle Studienergebnisse zeigen, dass der in Nasivin® enthaltene Wirkstoff Oxymetazolin neben seiner gefäßverengenden Wirkung direkt die Schnupfen auslösenden Viren bekämpft. Oxymetazolin wirkt unmittelbar Virus abtötend und beeinflusst darüber hinaus die für das Virus essentiellen Andockstellen auf der Wirtszelle. Dadurch bekommt der Einsatz von Oxymetazolin eine zusätzliche, als ursächliche Therapie zu bezeichnende Komponente. Überdies belegen Studien, dass Oxymetazolin entzündungshemmende Eigenschaften hat.
Rhinoviren häufigste Auslöser des Schnupfens
Bei Erwachsenen ist der gewöhnliche Schnupfen (common cold) die häufigste Infektion. So waren 2006 allein 58 % der Deutschen erkältet. Zwar ist ein Schupfen für sich genommen keine schwere Erkrankung, jedoch sind die volkswirtschaftlichen Auswirkungen enorm, wenn man die ausgefallenen Arbeitsstunden summiert. Außerdem kann ein Schnupfen den Weg bereiten für schwerere Erkrankungen wie Entzündungen der Nebenhöhlen, des Mittelohrs, der Bronchien oder der Lunge, entweder durch direkte virale oder durch bakterielle Superinfektion. Akute Erkältungen können das ganze Jahr über auftreten, in den Herbst- (September bis November) und Frühjahrsmonaten (März bis Mai) jedoch kommen Erkältungskrankheiten deutlich häufiger vor.
Oxymetazolin bekämpft Viren
Diverse wissenschaftliche Experimente belegen die gegen Viren gerichtete Wirkung von Oxymetazolin, berichtete Adams. So konnte im Plaque-Reduktionstest eine deutliche dosisabhängige Hemmung der humanen Rhinoviren 14 und 39 nachgewiesen werden. (Koelsch et al.). Darüber hinaus wurde mit dem Virus-Titrationstest eine ebenfalls dosisabhängige Hemmung des Wachstums von HRV 14 und 39 um 1-2 Zehnerpotenzen nachgewiesen. Dabei entsprachen die verwendeten Dosierungen der Menge Oxymetazolin, die mit einem Sprühstoß des Nasensprays freigegeben wird.
Um in die Zellen der Nasenschleimhaut einzudringen, müssen die Rhinoviren an einen speziellen Rezeptor andocken, dem interzellulären Adhäsionsmolekül-1 (ICAM-1, CD54). Dieser Rezeptor wirkt wie eine spezielle Eingangspforte für die Schnupfenviren und spielt zudem eine wichtige Rolle bei der Verständigung zwischen der Schleimhaut und den Immunzellen. Auch hier entfaltet Oxymetazolin eine schützende Wirkung: Es mindert die Bildung dieser Rezeptoren sehr deutlich und erschwert so ein Eindringen der Rhinoviren in den Körper. Auf diesem Wege wird gleichzeitig positiv auf die entzündlichen Mechanismen eingewirkt werden, die einer Virusinfektion unmittelbar folgen.
Oxymetazolin wirkt antientzündlich
Typische Symptome des Schnupfens sind Nasenlaufen, verstopfte Nase, Niesen und Beeinträchtigung des Geruchs- und Geschmackssinns sowie des Allgemeinbefindens. Dabei ist die Schwellung der Nasenschleimhaut zu 90 % auf eine Erweiterung der Blutgefäße in der Nase zurückzuführen, weniger auf eine lokale Gewebeschwellung. Ursache dieser Blutgefäßerweiterung ist ein entzündliches Geschehen, hierauf weisen Untersuchungen des Nasenschleims während einer Rhinovirus-Infektion hin. Es finden sich darin erhöhte Konzentrationen von entzündungsfördernden Botenstoffen, die als Zeichen für die Immunantwort des Infizierten auf die Infektion verstanden werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Arachidonsäure-Stoffwechsel, in den Oxymetazolin positiv modulierend eingreift. So wird die stark entzündungsfördernde 5-Lipoxygenase durch Oxymetazolin gehemmt, nicht aber die entzündungshemmend wirkende 15-Lipoxygenase (Beck-Speier et al.).
Schnupfen – eine harmlose Erkrankung?
Durchaus nicht, meinte auch Prof. Dr. Stefan Zielen von der Universitätskinderklinik Frankfurt. Die akute Erkältung (common cold) ist die häufigste Infektion bei Kindern. Die Erkrankungshäufigkeit variiert von Kind zu Kind zwischen 5 bis 10 Episoden pro Jahr mit einem Gipfel in den ersten beiden Lebensjahren. Dabei ist zu beobachten, dass die Anzahl der akuten viralen Infektionen direkt mit der Häufigkeit der Exposition in Krabbelgruppen und Kindergärten sowie der Größe der Familie korreliert.
Erkältungen bei Kindern sind deutlich ausgeprägter als bei Erwachsenen, und es kommt nicht selten zu einer Mitbeteiligung der Nasennebenhöhlen, der Bronchien oder des Mittelohrs. Neben anatomischen (enge Nasengänge) und atemphysiologischen (obligate Nasenatmer) Aspekten liegt die Ursache für die erhöhte Anfälligkeit der kindlichen Atemwege gegenüber den viralen Erkältungserregern vor allem in dem noch nicht ausgereiften Immunsystem.
Im Vordergrund der Therapie bei kleinen Kindern stehen abschwellende Nasentropfen, um die Blockade der Nasenatmung zu beheben und die Gefahr einer Ausbreitung der Infektion zu verhindern. Nasivin® kann in altersgerechter Dosierung sowohl Schulkindern als auch Babys und Kleinkindern verabreicht werden. Der Nasivin® Dosiertropfer für Babys ermöglicht eine sichere Anwendung und exakte Dosierung.
Erste Anlaufstation bei Schnupfen: Die Apotheke
Immer mehr Patienten mit weniger schwerwiegenden Erkrankungen suchen gar nicht erst den Arzt auf, sondern wenden sich gleich Rat suchend an die Apotheke. „Hier ist unsere fachliche Qualifikation und Beratungskompetenz gefragt, um den Kunden individuelle Empfehlungen für geeignete Arzneimittel zu geben“, sagte Otto Späth, der Präsident des BVDA. Als Beispiel nannte Späth den akuten Schnupfen. Das Auftreten eines akuten Schnupfens ist dabei nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Jeder kann sich im Prinzip das ganze Jahr über anstecken und sich einen Schnupfen zuziehen. Daher ist es nicht erstaunlich, dass gerade auch die Apothekenmitarbeiter ganzjährig mit dem Themenkomplex Schnupfen und Erkältungskrankheit konfrontiert werden. Hier ist ihre Beratungskompetenz zur Empfehlung geeigneter OTC-Präparate permanent unter Beweis zu stellen (OTC: over the counter, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel).
Erste Anlaufstelle für Schnupfengeplagte ist meist die Apotheke, berichtete auch Prof. Dr. Marcus Plehn. Dort erwartet der Patient eine gute Beratung und ein möglichst wirksames Medikament gegen seine Beschwerden. Noch vor 60 Jahren standen dem Apotheker allenfalls symptomatisch wirkende, bestenfalls lindernde Heilmittel zur Verfügung, etwa Inhalationen mit Salz oder Kamille.
Mit der Einführung der so genannten Sympathomimetika verbesserten sich die Möglichkeiten einer effektiven Therapie. Erstmals standen Wirkstoffe zur Verfügung, die geschwollene Schleimhäute an Nase und Auge schnell wieder abschwellen ließen. Beispielsweise das 1961 auf den Markt gebrachte Nasivin® mit dem Wirkstoff Oxymetazolin stellte sich als sicheres und nebenwirkungsarmes Arzneimittel heraus und hat sich seither millionenfach bewährt.
Jüngste Untersuchungen mit Oxymetazolin zeigten eindrucksvolle Ergebnisse: Sie konnten eine antivirale und eine entzündungshemmende Eigenschaft dieses Arzneistoffes nachweisen, so dass wir von einer ursächlichen Wirkung sprechen können. Ebenso belegten Studien den äußerst raschen Eintritt der Wirkung sowie eine deutliche Verkürzung der Schnupfendauer.
Damit steht dem Apotheker bei der Beratung seiner Schnupfenpatienten mit Nasivin® ein bewährtes und bestens dokumentiertes Arzneimittel zur Verfügung, das die wichtigsten Anforderungen einer modernen und sicheren Therapie erfüllt und dessen Tagestherapiekosten im Bereich bekannter Generika liegen.
Referenzen
· S. Koelsch, et al.: Anti-Rhinovirus-specific Activity of the Alphasympathomimetic Oxymetazoline. Arzneimittelforschung (Drug Research) 2007; 57(7): 475-482
· A. Tuettenberg, et al.: Oxymetazoline modulates proinflammatory cytokines and the T-cell stimulatory capacity of dendritic cells. Experimental dermatology 2007; 16, 171-178
· S. Reinecke, M. Tschaikin: Untersuchung der Wirksamkeit von Oxymetazolin auf die Schnupfendauer. MMW 2005, (147. Jg.), S. 113-118
· Bergner, M. Tschaikin: Schnupfenbehandlung bei Babys und Kleinkindern. Deutsche Apotheker Zeitung 2005, 145. Jahrgang, Nr. 44, 97-99
· I. Beck-Speier, et al.: Oxymetazoline Inhibits Proinflammatory Reactions: Effect on Arachidonic Acid-Derived Metabolites. The Journal of Pharmacology And Experimental Therapeutics 2006, 316: 843-851


