25.02.2010 - Neueinführung: Neuroprotektion durch schnelle und milde Hypothermie

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Nach erfolgreicher kardiopulmonaler Reanimation muss der Patient gekühlt werden. Dies empfiehlt die internationale Leitlinie des European Resuscitation Council (ECR) seit 2005 für alle Formen des Kreislaufstillstandes. Zudem muss ein Anstieg der Körpertemperatur über 37°C in den ersten 72 Stunden nach dem Ereignis durch Einleitung einer milden Hypothermie vermieden werden. Ziel der Maßnahme ist die Neuroprotektion. Denn mit der plötzlichen Ischämie beginnt eine Schädigung des Hirngewebes, die ohne geeignete Maßnahmen auch nach der Reanimation fortschreitet. Dieser Prozess wird durch Kühlung verlangsamt oder sogar gestoppt. Dabei gilt das Motto: Time is brain! Je schneller gekühlt werden kann, desto besser für den Patienten.


sovika®: das mobile Kühlsystem

Mit der sovika® Kopfkühlung beginnt die Neuroprotektion bereits im Notarztwagen. Sofort nach erfolgreicher Reanimation kann durch Anlegen der flexiblen Haube die  Hypothermie-Behandlung eingeleitet werden. Durch die Kühlung des Kopfes sinkt die Körpertemperatur (nach 30 Minuten Kühlung bereits um 0,5°C). Dadurch sinkt der Sauerstoffbedarf des Patienten, es werden weniger Hirnzellen zerstört und das Risiko von Folgeschäden nimmt deutlich ab.



Bisher beginnt die Hypothermie-Behandlung erst auf der Intensivstation – und damit geht wertvolle Zeit verloren. Die sovika® Kopfkühlung schließt hier eine Versorgungslücke: Sie ermöglicht die Einleitung der milden Hypothermie im Notfall jederzeit und überall. Die Haube kann dann ohne Probleme während des Transports, der Erstversorgung in der Klinik und der Diagnostik am Patienten belassen werden. Ohne sovika® bliebe der Patient in dieser Zeit ungekühlt und damit ungeschützt gegen Schädigung und Verlust von Hirnzellen. Bei Bedarf kann sovika® auch flach ausgebreitet und an anderen Körperteilen zur Kühlung verwendet werden.


Einfache Technik – guter Effekt

Das patentierte sovika® Kühlsystem ist weltweit einzigartig. Durch seine Kammerstruktur passt es sich jeder Kopfform an. Auch der Hals wird bedeckt und gekühlt. Dadurch sind die großen, zum Gehirn führenden Blutgefäße in die Kühlung mit einbezogen. sovika® kann auch als Kühlkissen für andere Körperbereiche oder zur Lagerung verwendet werden. sovika® enthält ein besonderes Kühlgel mit hoher Wärmeaufnahmekapazität. Durch eine schonende Überleitung zwischen Haut und Kühlmedium bleibt die periphere Zirkulation weitgehend erhalten.
Zusammengefaltet kann sovika® bei geringem Platzbedarf im Kühlschrank aufbewahrt und jederzeit wieder verwendet werden. Die Kopfkühlung sollte in keinem Rettungswagen fehlen.

Entwickelt wurde das Kühlsystem von der HVM Medical GmbH in Rotenburg an der Fulda. Der Vertrieb erfolgt im Bereich der Rettungsdienste über die medida GmbH & Co. KG in Stockstadt.